Auf den ersten Blick wirkt der White‑Sands‑Nationalpark im US‑Bundesstaat New Mexico wie eine verschneite Landschaft aus kühlen, weißen Dünen, die das Auge mühelos täuschen. Tatsächlich aber besteht er aus feinem Gipssand, der seit 1933 unter Schutz steht und das weltweit größte Gipssandfeld bildet. Die über Jahrtausende zerriebenen Kristalle reflektieren das Sonnenlicht so stark, dass sich die Oberfläche selbst im Hochsommer überraschend kühl anfühlt. Im Tularosa‑Becken erstreckt sich dieser hell leuchtende Landstrich über rund 712 Quadratkilometer. Unter dem gleißenden Weiß verbirgt sich jedoch eine weit ältere Geschichte: Fossile menschliche Fußspuren, begleitet von Mammuts und Riesenfaultieren, erzählen von eiszeitlichen Wanderungen.
White-Sands-Nationalpark, New Mexico, USA
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